Coaching braucht Qualität

Wenn Sie darüber nachdenken, eine Coachausbildung zu machen, dann haben Sie vermutlich schon einiges erlebt: Gespräche, in denen Sie Menschen begleitet haben. Situationen, in denen Sie gemerkt haben: Da wäre mehr möglich gewesen – mit dem richtigen Handwerkszeug und einer klaren inneren Haltung.

Genau da setzt unsere Coachausbildung am Institut für systemische Kommunikation und Veränderung an.

  1. Warum überhaupt eine fundierte Coachausbildung?

„Coach“ darf sich in Deutschland jede:r nennen. Der Begriff ist rechtlich nicht geschützt, es gibt keine staatlich vorgeschriebene Mindestausbildung und keine einheitliche, gesetzlich geregelte Berufsordnung.

Coachausbildung

Das bedeutet für Ratsuchende:

  • enorme Qualitätsunterschiede auf dem Markt
  • schwer erkennbare Kompetenz und Professionalität
  • hohes Vertrauen in die Selbstdarstellung der Anbieter

Um professionell zu coachen, reicht es deshalb nicht,

  • selbst einmal eine Krise gemeistert zu haben
  • ein inspirierendes Wochenendseminar besucht zu haben
  • sich „einfach mal Coach zu nennen“

Was es braucht, ist eine Ausbildung, die

  • Ihre innere Haltung klärt und stabilisiert
  • Theorie, Methoden und psychologische Grundlagen vermittelt
  • Gesprächsführung und Interventionen praktisch trainiert
  • Zeit für Reflexion, Supervision und persönliche Entwicklung lässt

Unsere Coachausbildung ist für Menschen konzipiert, die Coaching nicht als nettes Zusatztool, sondern als verantwortungsvolle, professionelle Tätigkeit verstehen. Egal in welchem Kontext ob Haupt- oder Nebenberuflich, ob Selbständig oder Angestellt, ob als Coach oder in der Verantwortung von Menschen (Teamleiter:in, Führungskraft, Lehrer:in, …).

  1. Was unsere Coachausbildung besonders macht

Unsere systemische Coachausbildung baut auf einer NLP- oder vergleichbaren Vorbildung auf – und geht bewusst darüber hinaus.

NLP bringt hervorragende Modelle und Prozesse mit: zielorientierte Gesprächsführung, klare Strukturierung von Veränderungsprozessen, wirksame Formate für innere Arbeit. Viele Coach-Ausbildungen orientieren sich inzwischen an diesen Standards oder integrieren NLP-Elemente, weil sich die Methoden in der Praxis bewährt haben.

Wir setzen einen zusätzlichen Schwerpunkt:

  • Klinent:innen ernst nehmen: Klient:innen wollen nicht nur, dass ihre inneren Prozesse „strukturell korrekt“ begleitet werden – sie wollen sich als ganze Menschen verstanden fühlen.
  • Struktur und Lebensrealität verbinden: Sie lernen, sowohl auf Muster- und Prozessebene als auch auf der konkreten Lebenssituation mitzudenken.
  • Systemisch-integrativ arbeiten: NLP, systemische Konzepte und andere Ansätze werden nicht nebeneinander „abgearbeitet“, sondern sinnvoll miteinander verknüpft.
  1. Haltung vor Technik – und dann Technik richtig gut

Ein guter Coach definiert sich nicht über eine spektakuläre Sammlung von Tools, sondern darüber, wie diese eingesetzt werden.

Deshalb arbeiten wir intensiv an Ihrer professionellen Haltung:

  • Rapport und Kontakt: Wie schaffe ich eine tragfähige Arbeitsbeziehung – auch mit sehr unterschiedlichen Klient:innen?
  • Kongruenz: Wie bleibe ich innerlich stimmig, klar und wertschätzend – auch in schwierigen Situationen?
  • Autonomie des Klienten: Die Lösung liegt beim Coachee – nicht beim Coach. Sie lernen, Prozesse zu gestalten, statt „kluge Ratschläge“ zu geben.
  • Ethik & Grenzen: Was darf Coaching leisten – und was nicht? Wo beginnt Therapie? Wo braucht es andere Professionen?
  • Statemanagement: Nur, wenn ich als Coach selbst in einem guten Zustand bin, kann ich gut coachen. Nur, wenn ich Coachings an den Zustand des Coachees anpasse, wirkt Coaching.

Parallel dazu vertiefen Sie methodische Kompetenzen – unter anderem aus dem NLP, aus systemischen Schulen und aus weiteren Ansätzen:

  • Fragetechniken, Reframing, Ressourcenarbeit
  • Arbeit mit inneren Anteilen, Glaubenssätzen, Werten
  • systemische Perspektiven, Mehr-Ebenen-Blick auf Anliegen
  • Arbeit mit Sprache, Metaphern, Geschichten

Technik ist bei uns kein Selbstzweck, sondern steht immer im Dienst einer klaren, respektvollen Haltung.

  1. Lernen in kleiner Gruppe – mit viel echter Praxis

Coaching lernt man nicht aus Büchern, sondern im Tun.

Deshalb umfasst die Ausbildung (Stand heute, exemplarisch):

  • ca. 25 Ausbildungstage (z.B. 8 Wochenenden plus 1 Onlinetag) über rund ein Jahr
  • intensive Praxis in der Gruppe mit wechselnden Rollen (Coach, Coachee, Beobachter:in)
  • Live-Coachings an den Wochenenden mit Auswertung und Supervision
  • Arbeit mit realen Fällen und – wo sinnvoll – mit externen Klient:innen im Rahmen der Ausbildung
  • Supervision (Einzel- oder Gruppensettings innerhalb der Seminare)
  • regelmäßige Peergruppen-Treffen zum Üben zwischen den Modulen

Bei den meisten anerkannte Coachausbildungen, etwa DVNLP-orientierte NLP-Coach-Programme oder systemische Lehrgänge, sind hohe Praxisanteile, Supervision und Arbeit an der eigenen Persönlichkeit – als ein Qualitätsmerkmal seriöser Anbieter angesehen.

Wir pflegen bewusst kleine Gruppen und eine persönliche Atmosphäre: Sie sind für uns kein „Platz auf der Teilnehmerliste“, sondern Mensch und zukünftiger Kolleg:in.

  1. Systemisch, integrativ, praxisnah

Inhaltlich ist die Coachausbildung breit aufgestellt und trotzdem klar strukturiert. Ein Ausschnitt dessen, was Sie erwartet:

  • Grundlagen des Coachings, Rolle und Selbstverständnis als Coach
  • Wirkfaktoren im Coaching (Beziehung, Zielklarheit, Ressourcen usw.)
  • Zielorientierte, wertschätzende Gesprächsführung
  • Systemische Fragetechniken und Perspektivwechsel
  • Trance- und Imaginationsarbeit im Coaching
  • Aufstellungsarbeit (vom Bodenanker bis zur größeren Struktur)
  • Objekt- und Symbolarbeit mit Materialien
  • Arbeit mit Ritualen, Bewegung, ggf. Musik

Dazu kommen Einblicke in weitere Ansätze, z.B.:

  • Archetypenarbeit nach C. G. Jung und neueren Modellen
  • Themenzentrierte Interaktion (TZI)
  • Transaktionsanalyse (TA)
  • Ikigai und Modelle zu Stabilität und Resilienz
  • Gewaltfreie Kommunikation (GfK)
  • „The Work“ nach Byron Katie

Systemische Coachingausbildungen legen traditionell großen Wert auf das Zusammenspiel von Haltung, Theorie und Methodik sowie auf achtsames Arbeiten mit biografischen und beruflichen Themen – auch daran orientieren wir uns.

  1. Sie als Coach: Profil, Marke, Realität des Berufs

Coaching ist nicht nur Gesprächskunst, sondern auch ein Beruf – mit ganz praktischen Anforderungen.

Deshalb behandeln wir in der Ausbildung u.a.:

  • Entwicklung Ihres persönlichen Coachingprofils
  • Klärung Ihrer Zielgruppen und Arbeitsfelder
  • Positionierung und Alleinstellungsmerkmale
  • Grundfragen von Honorar, Rahmenbedingungen, Verträgen
  • rechtliche Grundlagen (z.B. Abgrenzung zu heilkundlichen Tätigkeiten)
  • sinnvolle Nutzung von Website und Social Media
  • Arbeit im Organisationskontext (Führungskräfte- und Teamcoaching)
  • Selbstfürsorge, Grenzen, Umgang mit Belastung und Verantwortung

Unser Ziel ist, dass Sie nicht nur „Coach auf dem Papier“ sind, sondern sich fachlich und persönlich gut gerüstet fühlen, um in Ihrem Feld stimmig zu arbeiten.

  1. Anerkannte Zertifikate – und was dahintersteht

Unsere Ausbildung orientiert sich an den Richtlinien des DVNLP und des ICI.

Je nach Ihrer Vorausbildung können Sie nach erfolgreichem Abschluss u.a. folgende Titel führen:

  • Coach, DVNLP / Coach, ICI (mit NLP-Practitioner-Voraussetzung)
  • Master Coach, DVNLP / Master Coach, ICI (mit NLP-Master-Voraussetzung)

Wichtiger als der Titel ist uns, dass Ihre Qualifikation dazu passt – in Kompetenz, Haltung und persönlicher Reife.

  1. Für wen ist die Ausbildung geeignet?

Unsere Coachausbildung richtet sich an Menschen, die

  • bereits mit Menschen arbeiten (z.B. als Führungskraft, Trainerin, Beraterin, Pädagog:in, im psychosozialen Bereich),
  • ihre bisherige Tätigkeit durch professionelles Coaching erweitern wollen – neben- oder hauptberuflich,
  • eine NLP- oder vergleichbare Vorbildung haben,
  • Coaching auf einem fundierten, verantwortlichen Niveau ausüben möchten,
  • keine Lust auf „schnelle Zertifikate“ ohne Tiefgang haben.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Vorerfahrung passt, klären wir das gerne in einem persönlichen Gespräch.

  1. Warum gerade beim Institut für systemische Kommunikation?

Kurz gesagt:
Weil Sie hier eine Ausbildung bekommen, die Sie als ganzen Menschen ernst nimmt – und Coaching als professionelles Handwerk versteht.

  • Wir verbinden NLP, systemisches Denken und weitere bewährte Ansätze.
  • Wir arbeiten in kleinen Gruppen, intensiv, praxisnah.
  • Wir legen großen Wert auf Haltung, Ethik und Selbstreflexion.
  • Wir begleiten Sie bei der Entwicklung Ihres eigenen Coachingprofils.
  • Wir bleiben realistisch: Coaching ist erfüllend – und zugleich ein Beruf mit Verantwortung.

Wenn Sie prüfen möchten, ob unsere Art zu arbeiten zu Ihnen passt, freuen wir uns auf den Kontakt – persönlich, telefonisch oder bei einem unserer Informationsabende.

  1. Weiterführende Orientierung bei der Wahl einer Coachausbildung

Wenn Sie verschiedene Angebote vergleichen, können u.a. folgende Fragen helfen:

  • Orientiert sich die Ausbildung an anerkannten Curricula (z.B. DVNLP oder systemische Verbände)?
  • Gibt es klare Angaben zu Umfang, Inhalten, Praxisanteilen, Supervision und Falldokumentation?
  • Wird die eigene Persönlichkeit und Rolle als Coach ausdrücklich thematisiert – oder geht es vor allem um Methoden?
  • Wird transparent mit der Tatsache umgegangen, dass „Coach“ kein geschützter Titel ist – und deshalb Qualitätsstandards umso wichtiger sind?

Unsere Empfehlung: Schauen Sie nicht nur auf die Zertifikate, sondern auf das Gesamtpaket – Inhalte, Haltung, Rahmen und das Gefühl, ob Sie dort als Mensch wirklich gemeint sind.

Videos dazu finden Sie auch auf unserem TikTok oder YouTube Kanal

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